Kunigunde Kirchner

† 1709

Retterin von Neustadt an der Weinstraße


Kunigunde Kirchner wurde 1671 in Heidelberg geboren und wird heute als „legendäre Retterin“ Neustadts gefeiert. Diese Bezeichnung entstand durch ihre zentrale Rolle im Pfälzischen Erbfolgekrieg von 1689 bis 1698. In diesem Krieg wollte sich der französische König Ludwig der XIV die Pfalz aneignen. Die Frau von Ludwigs Bruder, Philipp von Orléans, war Lieselotte von der Pfalz, die Tochter des Kurfürsten Karl I. von der Pfalz. Nachdem Lieselottes Bruder Karl kinderlos verstarb, erhob Ludwig Ansprüche auf die Pfalz (gegen Lieselottes Willen). Er erhoffte sich dadurch die Erweiterung seines Machtbereiches auf die Pfalz. Nachdem die Pfälzer Grafschaften diese Ansprüche ablehnten, erklärte Ludwig ihnen kurzerhand den Krieg. Im Zuge dieses Krieges wurden zahlreiche Pfälzer Städte zerstört, unter anderem Trier, Heidelberg und Mainz. Neustadt wurde hierbei verschont.

 

Überlieferungen zufolge ist dies der Bürgerstochter Kunigunde zu verdanken. Sie wurde 1688 auserwählt, als schönstes Mädchen Neustadts den für dieses Gebiet zuständigen Kriegskommissar, Johann Peter De Werth, um die Verschonung Neustadts zu bitten. Sie verliebten sich ineinander und heirateten kurze Zeit später. De Werth kam Kunigundes Bitte nach und verschonte Neustadt, sodass hier noch ein Teil der ältesten Fachwerkhäuser Deutschlands zu finden ist.

 

Herzlich Willkommen im Restaurant Kunigunde in der Kunigundenstraße Nr. 3 in Neustadt an der Weinstraße!